ECLAT - Satellit

Stuttgart / Villa Abgrund (Alte Polizeiwache)

NOTHING until now!!

Videos, Klanginstallationen, Objekte, Performance
Eine Gruppenausstellung von stock11 im KULTURHAUS
26. Januar bis 10. Februar 2018

Villa Abgrund, Willy-Brandt Straße 12 / 70173 Stuttgart (Alte Polizeiwache)
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 16:00-22:00 Uhr
Samstag 11:00-22:00 Uhr / Sonntag 11:00-18:00 Uhr

Nachtkonzerte
am 1., 2. und 3. Februar, jeweils ab 23:30 Uhr
im Theaterhaus Stuttgart, Glashaus

Das Befragen, Kritisieren und Durchbrechen dessen, was Musik sein kann, ist immanenter Bestandteil ihrer Arbeit. Nun versammeln die elf komponierenden, interpretierenden und improvisierenden Mitglieder von stock11 alte und neue hybride Arbeiten erstmals in einer Gruppenausstellung: Videos, Mixed-Media-Kompositionen und Installationen werden neben Objekten und Bildern sowie Durational Live-Performances gezeigt. Das KULTURHAUS, brisant gelegen zwischen S21-Bohrungen und visionärer „Kulturmeile“, wird für drei Wochen temporärer Treffpunkt mit viel Raum für Dialog und interaktiven Austausch. 

Eine Brücke zu ECLAT schlagen Sebastian Berweck, Daniel Gloger, Mark Lorenz Kysela, Michael Maierhof, Maximilian Marcoll, Christoph Ogiermann, Sebastian Schottke, Martin Schüttler, Hannes Seidl, Uwe Rasch und Jennifer Walshe in drei Nachtkonzerten im Glashaus des Theaterhauses.

Eine stock11-Produktion in Kooperation mit dem KULTURHAUS
und ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart

stock11-Mitglied Jennifer Walshe nennt es „the new discipline“: Werke, bei denen wir „verstehen, dass da Leute auf der Bühne sind, und dass diese Leute Körper sind/haben“.

Auch Instrumente können zu Körpern und „Akteuren“ werden. Das Ineinandergreifen von physischen und musikalischen Gesten, die Ausweitung und elektronische Manipulation klassischen Instrumentariums, außermusikalische und „Wirklichkeits“-Bezüge sowie die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen sind aktuelle Fragen, die für viele Projekte des Festivals und insbesondere auch das Preisträgerkonzert gelten.

Lisa Streich entlockt motorisierten Instrumenten zauberhafte Klänge, Kirsten Reese inspirieren die archaischen und „expressiven“ Sounds des Fair-light-Computers zu einem ritualhaften Werk. François Sarhan wiederum, dessen Werk einen kleinen Frankreich-Schwerpunkt im Festival eröffnet, untersucht die Geste auf ihren musikalischen Gehalt.

Juliana Hodkinson und Malte Giesen erhalten den Stuttgarter Kompositionspreis 2017. Hodkinsons preisgekröntes Orchesterwerk wird beim Abschlusskonzert von ECLAT aufgeführt, dafür erklingt hier Lightness, eine „hypnotische“ Performance mit choreografierten ver-
stärkten Streichhölzern. Malte Giesen diente der Inhalt einer Spam-Mail als textliche und formale Grundlage seines Stücks, das sich von binnengestalteten Einzelelementen hin zu monolithischen Klangblöcken entwickelt – „vielleicht als Assoziation an die Tendenz globalkapitalistischer Systeme“.

NOTHING until now!! wird ermöglicht durch die Förderung des Musikfonds
und der SV SparkassenVersicherung.

Zurück